Samstag, 1. Dezember 2018

Jan Georg Plavec: Stuttgart von oben - Eine Stadt entwickelt sich

Jan Georg Plavec (Hrsg.):
 Stuttgart von oben - 
Eine Stadt entwickelt sich



Es gibt ja verschiedene „Must haves“, auch im Bereich der Literatur, auch im Bereich der Heimatliteratur. Dieses Buch wird sicher für viele Stuttgarter künftig dazu gehören.

Der Redakteur Jan Georg Plavec bei den Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung hat als Herausgeber die besten Bilder und Beiträge aus der prämierten Artikelserie „Stuttgart von oben“ der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten nun in einem Prachtband zusammengefasst. Nostalgiker, Einheimische, Stuttgartfreunde und solche die es werden wollen werden sich freuen.

Man kennt solche Vergleiche im Prinzip ja schon, aus Luftaufnahmen wie hier oder aus Landschaftsdarstellungen. Meist weiß man nicht, ob man sich freuen soll oder ob man entsetzt sein soll über das, was sich so im Laufe der Jahrzehnte getan hat.

Auch hier, denn Stuttgart ist eine Stadt im Wandel. Doch wie fundamental sie sich in den letzten 60 Jahren verändert hat, ist nur aus der Luft zu erkennen. Die vergleichenden Luftbilder aus den Jahren 1955 und 2017 belegen erstmals, wie dynamisch sich Stuttgart zu einer modernen Metropole entwickelt hat.

Vieles hat sich verbessert; wer ein gewisses Alter hat und sich noch an die barackenähnlichen Bauter in der Königstraße vor dem Bahnhof oder die „Vereinigten Hüttenwerke“ in der „Altstadt“ erinnert, wird froh um das heutige Erscheinungsbild der Stadt sein. Auch wenn es stromlinienförmiger, austauschbarer geworden ist.

Nach Vorworten von Herausgeber und Oberbürgermeister Fritz Kuhn geht es gleich ins Herz der Stadt, zum Schlossplatz. Der Bahnhof, mit dem Stuttgart internationale Berühmtheit erlangt hat, folgt auf dem Fuße, stellt sich heute allerdings an die allseits bekannte Baustelle dar. Die oben erwähnten „Vereinigten Hüttenwerke“ folgen. Wobei man sagen muss, von oben sieht die Darstellung von 1955 viel harmloser aus als es seinerzeit „von unten“ war.

Gewaltig waren aber die verschiedenen Neuordnungen des Katharinenhospitals, ebenso natürlich aus bekanntem Grund die Neugestaltung des Killesbergareals. Dagegen fällt einem – außer natürlich der Zunahme der Bebauung, hier allerdings in Maßen – bei der Aufnahme von der Neuen Weinsteige und ihrer Umgebung nicht viel (negatives) auf. Das gleiche wäre vom nahe gelegenen Fernsehturmareal zu sagen.

Aber wie nicht anders zu erwarten zählten die Eingriffe in die Landschaft um Flughafen und die neue Messe wohl zu den dramatischsten der Stadt. Dass es den Fasanenhof 1960 noch gar nicht gab verändert natürlich das Bild ebenfalls, auch die Gegend um die Landhauskreuzung hat sich vollkommen durch die Ansiedlung von Industrie, Medien und Vergnügungseinrichtungen verändert.

Die Autoren der Zeitungsserie recherchierten Geschichten rund um die gezeigten Orte, auch Zeitzeugen kamen zu Wort. Die Sache war so perfekt, dass die Serie letztes Jahr mit dem European Newspaper Award ausgezeichnet wurde.

Und so schaut man sich Foto für Foto an. Ist das eine Mal entsetzt, das andere Mal in seinen Erwartungen bestätigt. Und weiß am Schluss, was man eh schon weiß: Alles ändert sich, das eine langsamer, das andere schneller. Aber innerhalb von sechzig Jahren bleibt halt kaum ein Stein auf dem anderen. Insbesondere nicht in einer so dynamischen Stadt wie Stuttgart.

Und um noch einmal auf den Eingangssatz zurück zu kommen: Das „Must have“ kann man nach der Lektüre, Genuss möchte ich es nun nicht gerade nennen, dieses Buches nur unterstreichen. Sei es zur Unterhaltung, sei es zur Warnung von dem „Weiter so!“.

Zur Entstehung des Buches:
1955 wurde von der Stadtverwaltung eine Münchner Firma beauftragt, das Stadtgebiet zu befliegen. Und so saß in einer Cessna ein Fotograf mit einer sündhaft teuren (und das in Stuttgart!) Spezialkamera der Firma Zeiss. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auch wenn „nur“ in schwarzweiß, die Bilder sind gestochen scharf. Wer sich dafür interessiert und sich ein bestimmtes Gebiet ausdrucken lassen möchte: Beim Stadtmessungsamt kann man Abzüge kaufen.

Jan Georg Plavec: Stuttgart von oben - Eine Stadt entwickelt sich. 160 Seiten, cirka 112 Abbildungen, Format 22,7 x 27,4 cm, Bindung: Hardcover. Silberburg-Verlag, Tübingen und Karlsruhe, 2018. ISBN: 9783842521247. 29,99 €
Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.

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Donnerstag, 25. Oktober 2018

8. Vaihinger Lesefest: Bildervortrag von Dieter Buck

Dieter Buck auf
dem 8. Vaihinger Lesefest


Seit 16 Jahren findet das Vaihinger Lesefest statt. Dabei tragen in zahlreichen Veranstaltungen Schriftsteller ihre Werke vor. Unterstützt wird diese nachahmenswerte Aktion von einigen Sponsoren mit teilweise großen Beträgen. 
 


Die Macher und die Sponsoren bei der Pressekonferenz.
 


Am 6. November werde ich einen bunten Reigen von Fotos aus meinen Wanderbüchern zeigen. „Perlen der Region“ ist der Titel des Bildervortrags und ich hoffe, den Zuhörern und -schauern die Schönheiten des Südwestens nahebringen zu können.
 
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Donnerstag, 24. Mai 2018

Crowdfunding: StolperKunst bittet um Hilfe





An alle Kunst- und Geschichts-Interessierte:

Ihre Hilfe ist gefragt! 

Stolpersteine fordern zum Nachdenken heraus, zum Nachdenken auch über die Frage, was Er­inne­­rung für unsere Gegenwart und Zukunft bedeutet. Mit StolperKunst greifen Künstler*innen diese Fragen auf und erweitern deren Bedeutung. 

Unter 


ist nachzulesen, was wir bisher ge­macht und in nächster Zeit vorhaben, um mit StolperKunst der Erinnerungskultur neue frische Im­pul­se zu geben.



Weil Kunst Arbeit macht und Künstler*innen von Honoraren leben, haben wir uns um einen Zu­schuss aus dem Innovationsfond des Wissenschaftsministeriums beworben. Wir sind zuversicht­lich, die beantragten 30.000 Euro zu bekommen, jedoch: wir müssen 20 Prozent Eigenanteil auf­bringen!



Diese 6000 Euro sollen durch Crowdfunding geworben werden. Deshalb laden wir Sie herzlich ein, ein italienisches Abendessen, einen Theaterbesuch zu zweit, eine Grafik oder einfach einen ge­schmack­vollen StolperKunst-Becher für die Kaffeepause zu gewinnen. Unterstützen Sie das Projekt mit Ihrer Spende, in welcher Höhe auch immer. Wie das geht, erfahren Sie unter
 
 https://www.startnext.com/stolperkunst

­­
                                                      
Viel Glück und herzlichen Dank
Rainer Redies, Harald Stingele, Hans-Jürgen Trinkner


Freitag, 18. Mai 2018

Vaihingen: Perfekt zum Relaxen - ein See mitten im Ort

Seenpracht in Vaihingen


Was gibt es Schöneres, als einen See. Auch wenn er nicht in freier Natur liegt, sondern mitten in einen Ort eingebunden ist. Dafür aber mit einem Eindruck, als wäre man im Paradies. Hier lässt sich auf der Parkbank gut ein Nachmittag verbringen. - und ist es Sommer und heiß: das Vaihinger Freibad liegt direkt hinter dem See.











Und so sieht der Nachbarsee im Winter aus. Auch ein Pracht.










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Dienstag, 15. Mai 2018

Cannstatter Wasen: des Stuttgarter liebstes Fest

Rainer Redies:
200 Jahre Cannstatter Wasen
Kaiser, Zeppeline, Lenin und WildWest


Ob Wasen, ob Wiesn – für manchen ist das einerlei. Den einen freut‘s, den anderen graut‘s. Warum? – Weil man den Wasen, um bei Stuttgart zu verbleiben, seit einiger Zeit mit lauter Unterhaltung, garniert mit reichlich Alkolhol verbindet. In den letzten Jahren noch mit sogenannten Trachten.

Samstag, 14. April 2018

Sibylle Krause-Burger: Kämpfe, Kanzler und Kolumnen

Sibylle Krause-Burger:
 Kämpfe, Kanzler und Kolumnen 
Mein Leben in bewegten Zeiten




Es gibt wohl kaum einen Stuttgarter, insbesondere kaum einen Leser der Stuttgarter Zeitung, der Sibylle Krause-Burger nicht kennt. Auch heute noch trifft sie in scharfzüngigen Kolumnen den Nagel auf den Kopf.

Und wie schon immer: Sie beugt sich nicht dem Mainstream, sie hat ihren eigenen Kopf, hat ihre eigene Meinung, die sie dezidiert und gut begründet vertritt. Und das ist nicht immer das, was die Mächtigen oder auch der Bürger hören will. Manches tut auch weh.

Aber: Es regt immer zum Nachdenken an. Manchmal vielleicht beim einen oder anderen zum Umdenken. Denn was sie meint und schreibt, ist nicht nur von Lebenserfahrung geprägt, sondern auch von Vernunft. Man wird ihr wohl selten widersprechen wollen oder können. Es sei denn, man wäre ein verbohrter Anhänger irgendeiner Richtung. Dann würde aber etwas nachdenken über andere Meinungen auch nicht schaden.

In der jetzt veröffentlichten Autobiografie geht es aber nicht um ihre Meinung zu bestimmten Dingen. Es geht um ihr Leben, ihr Leben und ihre Begegnungen mit den Mächtigen. Man nimmt das eine oder andere mehr als staunend zur Kenntnis, insbesondere, wenn man sich vergegenwärtigt, was sich in den letzten Jahrzehnten getan hat, zum Besseren gewendet hat. Man sollte, wenn man mit dem Leben im heutigen Deutschland nicht so ganz zufrieden ist, sich das einmal in aller Ruhe zu Gemüte führen - es ist nicht perfekt heute, es wird nie perfekt sein, aber es doch viel besser als früher. Vor allem das, was früher Frauen zugemutet wurde, auch ihr, wäre heute nicht mal mehr im Ansatz denkbar …

Zur Autorin:
Sibylle Krause-Burger, in Berlin geboren und in Württemberg aufgewachsen, studierte Politische Wissenschaften in Tübingen. Sie wollte schon immer auf die Bühne. Aber dann wurde doch das Schreiben zu jener Leidenschaft, die in eine erstaunliche Karriere mündete. Dabei war es für Sibylle Krause-Burger nicht leicht, sich als politische Journalistin durchzusetzen, denn immer hatte sie gegen männliche Vorurteile zu kämpfen. Trotzdem gelangen ihr bald Erfolge vor allem als Reporterin und als Porträtistin der Mächtigen aus Politik und Wirtschaft.
Sibylle Krause-Burger ist Kolumnistin der Stuttgarter Zeitung und veröffentlichte zahlreiche Bücher. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, darunter zweimal mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis.

Sibylle Krause-Burger: Kämpfe, Kanzler und Kolumnen. Mein Leben in bewegten Zeiten. 160 Seiten, ca. 20 Abbildungen, Format 14,3 x 21,5 cm, Hardcover. Silberburg-Verlag. ISBN 978-3-8425-2071-4. € [D] 19,99, € [A] 20,60, sFr 27,90.

Sie erhalten das Buch im Buchhandel oder hier.
 
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