Freitag, 27. November 2015

Wilhelma: Geburt im Menschenaffenhaus

Geburt im Menschenaffenhaus
Erstmals Mutterfreuden bei Bonobo Huenda

Fest drückt Bonobo Huenda ihr erstgeborenes Jungtier 
an sich.  Foto: Hermann Vollmer 

Aller Anfang ist schwer. Umso größer war die Freude im neuen Menschenaffenhaus der Wilhelma, als am Dienstag, 24. November 2015, Bonobo Huenda ein gesundes Kind auf die Welt gebracht hat. Für die Neunjährige ist es der erste Nachwuchs. 
 Sie kam wie ihre Mutter Hermien im Februar 2010 aus Belgien in den Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart. Damit leben jetzt von den Bonobos, den nächsten Verwandten der Menschen, 15 in der Wilhelma.
„Das Kleine kam morgens gegen halb sieben auf die Welt“, berichtet Revierleiterin Bea Jarczewski. „Für Huenda war die Schwangerschaft zuletzt beschwerlich, die Geburt selbst verlief ohne Probleme. Die Mutter ist noch sehr müde, entwickelt jetzt aber großen Hunger. Nach drei Tagen können wir sagen, dass sich das Baby gut macht und bei ihr trinkt.“ Zuletzt hatte bei den Bonobos Nayembi am 29. August Nachwuchs bekommen. Zu der jungen Mutter mit deren Tochter Nila sucht Huenda seit der Geburt häufiger die Nähe, sagt Jarczewski.
Während seit einigen Wochen klar ist, dass Nayembi ihr Kind von Kasai bekommen hat, sind die Fragen nach Geschlecht und Vater bei dem jüngsten Familienmitglied noch unbeantwortet. Vielleicht hilft auch hier bald ein detailreicher Schnappschuss von Amateur-Fotografen, wie es bei Nila der Fall war, aufzulösen, ob es Junge oder Mädchen ist. Bis dahin können die Pfleger natürlich auch keinen passenden Namen aussuchen.
Und wer von den beiden Männern der Bonobo-Sippe der Vater ist, muss erst ein Gentest ermitteln. Die Pfleger konnten einen kleinen Teil der Nabelschnur retten, die von den Bonobos sonst oft mit der Nachgeburt verspeist wird. Einige Zellen daraus könnten reichen, um im Labor zu ermitteln, ob Kasai oder Mobikisi der Vater des Jungtiers ist. Der Koordinator der Europäischen Erhaltungszucht für Bonobos hofft auf Mobikisi. Denn anders als Kasai ist Mobikisi erst einmal Vater geworden.  


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Donnerstag, 26. November 2015

Rolf Henn: Luff '15 - Ertappt!

Rolf Henn: Luff '15 - Ertappt!

Ein Jahresrückblick in politischen Karikaturen




Und wieder ist einer da: Wie jedes Jahr ein amüsanter - oder nachdenklicher? - Jahresrückblick des beliebten Karikaturisten Luff von der Stuttgarter Zeitung.

Treffender und kurzweiliger als Luff kann man komplexe politische Themen kaum skizzieren. Er schafft es immer wieder, die vergangenen zwölf Monate in ein heiter-buntes Kostüm zu kleiden – und nicht zuletzt auch zum Nachdenken anzuregen. 

Der Zeichner Luff gilt seit Jahren als einer der Großen in der Disziplin politischer Karikatur. Von zahlreichen Tageszeitungen publiziert - von Bremerhafen an der Nordsee bis Passau im Süden reicht die Zahl der Zeitungen, die seine Grafiken abdrucken -, von Tausenden Lesern geliebt. Seit 1989 erscheinen seine besten Karikaturen unter dem Titel „Luff‘Ertappt!“ als Jahrbuch.

Rolf Henn: Luff'15 - Ertappt! Ein Jahresrückblick in politischen Karikaturen. 84 Seiten, 80 Abbildungen. 21,1 x 20,7 cm (LxB), fester Einband. Belser Verlag. ISBN: 978-3-7630-2726-2. € 14,99 (D), CHF 18,90, € 15,50 (A).
Sie können das Buch im Buchhandel oder hier kaufen.



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Montag, 23. November 2015

Der verwandelbare Schnurrbart


Das war der verwandelbare Schnurrbart!



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Samstag, 21. November 2015

Herbert Medek und Andrea Nuding: Heusteig, Gerber, Bohnenviertel Stuttgarts Innenstadt-Quartiere

Herbert Medek und Andrea Nuding:
Heusteig, Gerber, Bohnenviertel
Stuttgarts Innenstadt-Quartiere


Stuttgart war einst eine schöne Stadt. Das erzählen einem diejenigen, die es noch von vor dem Krieg kannten, und das sieht man anhand alter Aufnahmen. Krieg und leider auch die Nachkriegszeit zerstörten einiges davon.

Trotzdem findet man immer noch genügend Schönes, Bewahrenswertes, was Städtebau anbelangt. Nicht nur einzelne Gebäude, sondern zum Glück auch ganze Ensembles oder gar Viertel.

Wo Stuttgart sich von seiner urbanen Seite zeigt
Dazu zählen auch die Innenquaartiere der Stadt mit Heusteig-, Gerber- und Bohnenviertel. Nun nicht gerade alle seinerzeit die bevorzugten Wohngebiete der Bessergestellten, aber halt mit Atmosphäre ohne Ende. Heute noch.

Das Flair der Stuttgarter Innenstadt-Viertel mit ihren Eigenheiten und ihren Menschen hat es den beiden Stuttgart-Kennern Herbert Medek und Andrea Nuding angetan. Ihr Buch widmet sich jenen historischen Quartieren, wie sie seit jeher unter den Stuttgartern selbst bekannt sind. Denn von Amts wegen gibt es das Bohnen-, Gerber- oder Stitzenburgviertel gar nicht. Trotzdem kennt sie jeder und spricht sie so aus.

Das kenntnisreich geschriebene Buch geht auf die historischen Entwicklungen ein, beschreibt Plätze und besondere Gebäude und zeigt die künftigen Perspektiven städtebaulicher Entwicklungen auf. Die besondere Betonung liegt aber bei der historischen Entwicklung der Gebäude. Dabei beantwortet es viele Fragen, die sich jedem, der aufmerksam durch die Viertel bummelt, früher oder später stellen. Aber, bei so viel Wissen, das hier ausgebreitet ist - viel zu fragen bleibt wohl nicht übrig. Kein Wunder, ist der Autor doch Dozent für Stadtgeschichte, Landesgeschichte und Städtebau bei der Ausbildung der Stadtführer.

Insofern ist es zwar nicht so handlich wie ein normalerweise kleinformatiger Reiseführer, ersetzt diesen aber vollkommen. vor allem für Leute, die weniger an Adressen von irgendwelchen "In-Lokalen" interessiert sind, sondern eher an der Stadt, ihrer Geschichte und ihren Sehenswürdigkeiten. 

Quartiere oder Viertel ohne Ende
Der Titel des Buches weist auf drei Quartiere hin, der Inhalt ist aber weit vielfältiger. Besprochen und vorgestellt werden Das "fürstliche Zentrum", das Rathausviertel als bürgerliches Zentrum, und dann die einzelnen Bereiche Bohnenviertel, Leonhardsviertel, Hospitalviertel, Gerberviertel, Kulturviertel (Kulturmeile), Universitätsviertel, Gerichtsviertel, Heusteigviertel und Stitzenburgviertel.

Kongenial sind die Fotos von Andrea Nuding, man merkt ihren wunderschönen Fotos an, dass sie Erfahrung in der Architekturfotografie hat. Mit dabei sind auch Kurzporträts exemplarischer Bewohner der jeweiligen Quartiere.

Der reich bebilderte Band vermittelt das Lebensgefühl in den Quartieren und zeigt, wie sich Modernität und historische Substanz ergänzen und Stuttgart hier besonders lebens- und liebenswert machen.

Zu Autor und Fotografin:
Als Leiter der kommunalen Denkmalschutzbehörde sind Herbert Medek die Stadtgeschichte, ihre Zeugnisse und ihre künftige Entwicklung Profession und Herzenssache. Seit vielen Jahren vermittelt er sein Wissen in Führungen, Vorträgen und Publikationen. In der Aus- und Weiterbildung der Stuttgarter Stadtführer ist er Dozent für Stadtgeschichte, Landesgeschichte und Städtebau.
Andrea Nuding ist eine geborene »Kessel-Stuttgarterin«. Als freischaffende Berufsfotografin hat sie sich auf die Bereiche Architektur, Raum und Farbe spezialisiert. Die Stuttgarterin hat nicht nur den professionellen Blick, sie kennt auch die Details der Stadt und gibt ihr Wissen in Führungen an Stuttgarter und ihre Gäste weiter.

Herbert Medek, Andrea Nuding: Heusteig, Gerber, Bohnenviertel. Stuttgarts Innenstadt-Quartiere. 300 Seiten, 264 meist farbige Abbildungen, fester Einband. Silberburg-Verlag, Tübingen und Karlsruhe. ISBN 978-3-8425-1413-3. € 29,90.
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