Samstag, 18. Juli 2015

Theater Lokstoff: Linie Dix

„Linie Dix“ vom Theater Lokstoff
Gärtnerei Blattwerk sponsort Theater
Beginn in der Dix-Ausstellung 
im Kunstmuseum Stuttgart
 


Es hat schon seine Vorteile, wenn man sich seine Gärtnerei sorgfältig aussucht. So wie zum Beispiel die Firma Blattwerk Gartengestaltung


Sie zupft nicht nur Unkraut und fällt Bäume, wie etwa bei uns, sie legt nicht nur neue, phantasievolle Gärten an, sondern sie ist auch kulturell engagiert. Beispielsweise sponsort sie die Theatergruppe Lokstoff. Und davon hat auch der Kunde etwas: Er wird zu einer Vorstellung eingeladen.


 
„Wer keinen Traum hat, kann nicht leben.“
Ernst Toller

Das Lokstoff-Theater ist bekannt für seine unkonventionellen Aufführungen im öffentlichen Raum. Ausgehend vom Besuch der Otto Dix Abteilung im Kunstmuseum führen die lebendig geworden Dix-Figuren die Besucher in die U-Bahn. Dort erleben sie während der Fahrt durch die Stadt eine Revue, die einen teilhaben lässt an der Stimmung der Zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. 

ZUM STÜCK
Die Revue Linie Dix beginnt im Kunstmuseum Stuttgart. Ein kleiner Kreis von Auserwählten versammelt sich vor dem Triptychon „Großstadt“ (1927/28) von Otto Dix. Die erlauchten Mitglieder des geheimen Eventclubs werden bald erfahren, welches spektakuläre Ereignis sie diesmal erwartet.


Die Ankündigung eines hochdotierten Selbstmörderwettbewerbes lässt selbst die Hartgesottensten unter ihnen kurz erbleichen. Was für ein Privileg, dabei zu sein im exklusiven Kreis der Vergnügungssüchtigen auf ihrer Suche nach grenzenloser Zerstreuung. Schon geht es los. Am Schlossplatz steigen wir ein in die LINIE DIX. 




Bald hundert Jahre nach der Weimarer Epoche, der Zeit von Otto Dix, leben wir wieder in einem Schwebezustand, tanzen wir wieder auf dem Vulkan, gefangen in der Gewissheit, dass es so nicht weitergehen kann.





Während die Revue mit ihren TänzernInnen und SängerInnen dem großen Finale des Wettbewerbs zustrebt, werden wir per Reportage über die Vorbereitungen und den Gang der Ereignisse des Selbstmörderwettbewerbes auf dem Laufenden gehalten. 





Doch wer sind die seltsamen Mitreisenden und Passanten, die den Gemälden Otto Dix entstiegen sein könnten? Unweigerlich werden wir Zeugen ihrer Unterhaltungen, Gedanken und Geschichten, die zum Spiegel unserer Gegenwart werden. Einer zersplitterten Welt mit buntem Schaum obenauf. Und keiner ahnt,
dass er selbst längst Teilnehmer des tödlichen Wettbewerbes geworden ist.





SPIELORT
Das Kunstmuseum Stuttgart, Herberge einer der größten Sammlungen von Otto Dix, bietet den Auftakt unserer Reise der dramatischen Vergegenwärtigung der Gegenwart. Kein anderer Maler hat seine Zeit so schonungslos portraitiert wie Dix, er war „das Auge der Welt“. 





Die LINIE DIX Stadtbahn ist foliert mit Figuren des Triptychons „Großstadt“. So werden die Zuschauer beim Betreten der Bahn gleichzeitig Teil seines Kunstwerkes und Betrachter der städtischen Wirklichkeit mit seinen Augen. Die Fahrt geht vorbei an den Haltestellen unseres urbanen Zentrums bis hinaus in die beinahe ländlich anmutenden Randgebiete. Flankiert von dem Schauspiel inner- und außerhalb der Bahn verschmelzen Realität und Fiktion, ermöglicht Lokstoff! einen anderen Blick auf unser Heute. Denn nur wer die Gegenwart begreift, hat Hoffnung auf Zukunft.





Regie: Wilhelm Schneck
Dramaturgie: Werner Kolk & Dieter Nelle
Kostüm: Ilona Lenk
Musik: Valerio Pizzorno
Choreographie: Anika Gehlert
Musiker: Viktor Oswald
Es spielen: Kathrin Hildebrand, Nathanael Lienhard, Lisa Scheibe,
Alexa Steinbrenner, Christina Uhland, Tobias Wagenblaß
Gefördert durch die Stadt Stuttgart, die Berthold-Leibinger Stiftung und die Nanz Stiftung. Nach einer Idee von Lokstoff! und Hans Ulrich Scholpp.

Karten auf www.lokstoff.com oder direkt bei www.kulturfinder-bw.de
Tel: 0711 / 22477 -20 / -21 oder Fax: 0711 / 22477 -23

Und hier weitere Impressionen aus der "Linie Dix"









































 
Info:
BLATTWERK Gartengestaltung GmbH, Böblinger Straße 446, 70569 Stuttgart
Tel. 0711-3416949-0 Fax 0711-3416949-9
www.blattwerk-gartengestaltung.de info@blattwerk-gartengestaltung.de

Kunstmuseum Stuttgart, Kleiner Schlossplatz 13, 70173 Stuttgart, Tel.: + 49 (0) 711 / 216 196 00, www.kunstmuseum-stuttgart.de, info@kunstmuseum-stuttgart.de


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Montag, 6. Juli 2015

Wilhelma: 2 junge Seelöwen


Wilhelma: Doppelter Nachwuchs
Junge Seelöwen erkunden gemeinsam ihr Becken
 

 Wer derzeit in die Wilhelma kommt, sollte gleich zweimal bei den Seelöwen vorbeischauen. Denn wenn nach dem Spektakel der kommentierten Fütterungen etwas Ruhe am Becken einkehrt, trauen sich zwei kleine Neuzugänge aus ihrem Rückzugsgehege ins Freie. 
 
 
Bisher waren sie für die Besucher kaum zu entdecken: Jetzt sind Mia und Emilia drei und sechs Wochen alt und damit groß und mutig genug, die Anlage selbstständig zu erkunden. Im Doppelpack wagen sie sich immer weiter vor. Es lohnt, nach den beiden Ausschau zu halten.

Ähnlich machen es junge Kalifornische Seelöwen auch in der Natur: Der Nachwuchs tut sich in Grüppchen zusammen, während die Mütter auf die Jagd gehen. Denn die müssen Energie tanken, um die fettreiche Milch für ihre Säuglinge produzieren zu können. Mit diesem Powertrunk verdoppeln die Neugeborenen ihr Geburtsgewicht von etwa sieben Kilogramm schon im ersten Monat. Mit sechs bis acht Monaten werden sie von ihren Müttern entwöhnt und müssen sich selbstständig ernähren. In der Wilhelma heißt das, sie müssen zwar nicht selbst Fische erlegen, aber lernen, die feste Nahrung aus der Hand des Pflegers anzunehmen. Bis dahin interessieren sich die Kleinen noch nicht für die Fütterungen, die immer um 11 und 15 Uhr (außer donnerstags) beginnen. Ihr Spielen wird nur unterbrochen, wenn die Mütter Mercedes und Evi zum Säugen vorbeischauen. 
 

Evi hat Emilia am 24. Mai auf die Welt gebracht. Am 13. Juni folgte dann Mercedes mit Mia. Die beiden sind tragende Säulen der Seelöwenzucht der Wilhelma. Vor den beiden Mädchen Emilia und Mia hatten sie im Vorjahr die beiden Jungen Eric und Marten geboren. Die sind im März abgereist und leben jetzt in der Ostsee: Im Marine Science Center der Universität Rostock untersuchen Wissenschaftler, wie sich Meeressäuger dank ihrer Sinnesorgane in ihrem Lebensraum zurechtfinden. Vater ist bei allen Jungtieren der Bulle Unesco, der sich aber mehr für die Mütter als den Nachwuchs interessiert – speziell in der aktuellen Paarungszeit. Zwei seiner fünf Haremsdamen Lucy und Suzan sind derzeit in einem separaten Teil des Bassins untergerbacht, weil seine Annäherungsversuche allzu ruppig geworden sind.


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